Automatisierungslösungen für das neue OUH
9. Februar 2026
Krankenhäuser & Gesundheitswesen
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Die Bauarbeiten am Nyt OUH, dem Superkrankenhaus der Region Süddänemark, schreiten voran. Gleiches gilt für die Automatisierungslösungen, die die Abläufe effizienter und die Arbeitsprozesse für die Mitarbeiter weniger belastend machen sollen.

Am Nyt OUH hat man sich dafür entschieden, alle Servicefunktionen des Krankenhauses in der sogenannten „Serviceby“ zusammenzufassen. Die Serviceby soll die vielen Serviceabteilungen beherbergen, die jeden Tag dazu beitragen, dass Patienten und Mitarbeiter im Krankenhaus selbst alles haben, was nötig ist, damit Behandlungen, Operationen, Bettenstationen, Tageskliniken und alles andere reibungslos funktionieren.
Im Servicebyen hat sich die Projektleitung des Nyt OUH damit befasst, wie man die effizientesten und schonendsten Arbeitsabläufe zum Wohle aller gestalten kann. Hier sind Automatisierungslösungen die Antwort, und Gibotech wurde als Lieferant für mehrere davon ausgewählt. Eine der Automatisierungslösungen ist bereits im Einsatz, eine weitere hat die Testphase erreicht und kann bald übergeben werden, während die dritte gerade programmiert wird.
Automatisiertes AEMP
Die Zentralsterilisation am Nyt OUH wird vollständig automatisiert. Das bedeutet, dass nahezu alle manuellen Prozesse, die standardisiert werden können, künftig von Robotern und anderen technologischen Lösungen übernommen werden.
Roboter werden die Wagen, die mit gebrauchten Operationsinstrumenten in die Zentralsterilisation gelangen, handhaben – also öffnen und entleeren. Rollen- und Radbahnen befördern die Wagen bzw. die Behälter mit den Instrumenten weiter zu den jeweiligen Bereichen, wo die Wagen gewaschen und die Instrumente gereinigt und überprüft werden.
Die gereinigten und sterilisierten Operationsinstrumente werden im großen Sterillager aufbewahrt. Die Instrumente werden manuell in Behälter verpackt, damit sie für die Operationen bereitstehen. Anschließend werden sie über Förderbänder in das Sterillager befördert, wo ein Lagerroboter den Behälter auf ein freies Regal stellt. Da die Software den Überblick darüber behält, welche Instrumente sich auf welchen Regalen befinden, können alle freien Regale genutzt werden. Wenn Instrumente für eine Operation benötigt werden, holt der Roboter den entsprechenden Behälter, und die Förderbänder befördern ihn aus dem Sterillager heraus.
Der Küchenroboter Rob-Otto
Die Küche in Servicebyen hat bereits den Betrieb aufgenommen. Derzeit beliefert die Küche das derzeitige Universitätsklinikum Odense, bis das neue Superkrankenhaus fertiggestellt ist.
In der Küche sind viele der früher manuellen Arbeitsabläufe automatisiert worden. Daher müssen die Mitarbeiter beispielsweise keine Speisewagen mehr vom Spülraum zum Kühlraum schieben. Und sie müssen die Speisewagen auch nicht mehr selbst entleeren – ein einseitiger und sich wiederholender Vorgang, der zu Fehlhaltungen führen kann.
Diese Aufgabe übernimmt Rob-Otto, der Küchenroboter. Der Speisewagen wird zum Roboter gefahren, wo Sensoren erkennen, um welche Art von Speisewagen es sich handelt. Anschließend sorgt Rob-Otto dafür, den Speisewagen zu entleeren. Der Roboter beginnt unten und fährt nach oben, bis ein Tablett erkannt wird. Saugnäpfe sorgen dafür, dass das Tablett festgehalten wird, während der Roboter das Tablett zur Waschmaschine hebt. Dort werden die Tabletts oben auf der Waschmaschine abgestellt, während Speisebehälter und Ähnliches auf den Kopf gestellt und auf das Förderband zur Waschmaschine selbst gelegt werden.
Das Logistiksystem wird getestet
Ein Logistiksystem muss sowohl die einzelnen Abteilungen in der Servicebyen miteinander verbinden als auch den Transport von Material von der Servicebyen zu den jeweiligen Abteilungen im Krankenhaus gewährleisten.
Das Logistiksystem in der Servicebyen ist nun installiert und bereit für die Programmierung. Das System umfasst etwa acht Kilometer Förderbahnen und ist in über 30 Gebäudeteile integriert. Es handelt sich beispielsweise um Abfall, Wäsche, Waren und Instrumente, die vom Krankenhaus zur richtigen Abteilung in der Servicebyen – zum Beispiel zur Zentralsterilisation – oder innerhalb der Servicebyen transportiert werden müssen; beispielsweise von der Warenannahme zur Wäscherei.
Die Automatisierung kommt Mitarbeitern und Patienten zugute
Die Automatisierung von Arbeitsabläufen kann komplex erscheinen, und es ist auch einiges an Vorarbeit erforderlich, bevor das System wie gewünscht läuft.
Die Vorteile der Automatisierung überwiegen jedoch den damit verbundenen Aufwand.
Viele der sich wiederholenden Arbeitsaufgaben, die den Körper der Mitarbeiter belasten, entfallen. Drehen, Heben und ungünstige Arbeitshaltungen – beispielsweise wenn die Hände über Schulterhöhe gehalten werden müssen, während man Drahtwagen herumschiebt.
Stattdessen können die Mitarbeiter ihre Zeit für patientennahe Aufgaben, Qualitätskontrollen oder solche Aufgaben nutzen, bei denen menschliche Augen und Hände von Vorteil sind. Zum Beispiel in der Zentralsterilisation, wenn Instrumente überprüft werden müssen und sichergestellt werden soll, dass sie noch funktionsfähig sind.
Außerdem werden die Arbeitsabläufe effizienter. Die Roboter und die anderen Automatisierungslösungen führen genau die Aufgabe aus, für die sie programmiert wurden. Sie müssen keine Mittagspause einlegen oder plötzlich weggehen, um eine andere Aufgabe zu übernehmen. Das bedeutet, dass ein kontinuierlicher Arbeitsfluss gewährleistet ist, sodass keine Engpässe entstehen.


