Gibotech installiert das weltweit modernste AEMP
14. Januar 2026
Gibotech
Krankenhäuser & Gesundheitswesen
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Die Region Hovedstaden hat im August 2020 eine der weltweit modernsten Zentralsterilisationen in Betrieb genommen. Die Zentralsterilisation soll alle Krankenhäuser der Region (mit Ausnahme des Bornholms Hospital) mit sterilisierten Operationsinstrumenten versorgen.

Automatisierter Ablauf
Die Zentralsterilisation muss sowohl moderne Rahmenbedingungen als auch hochwertige Einrichtungen gewährleisten, was die Hygiene und Aufbereitung chirurgischer Instrumente betrifft, und dabei sollen in erster Linie Roboter und Maschinen die Instrumente handhaben und gleichzeitig eine digitale Nachverfolgung sowie eine automatisierte Fehlererkennung ermöglichen. Schließlich muss die Zentralsterilisation das physische Arbeitsumfeld verbessern, damit die Mitarbeiter vor schwerer und einseitiger Arbeit geschützt werden.
Insgesamt bestand die Aufgabe darin, einen möglichst automatisierten Prozessablauf in der Sterilisationszentrale zu etablieren – ohne die Betriebssicherheit zu beeinträchtigen, wobei gleichzeitig ein gutes Arbeitsumfeld im Vordergrund stand.
Es war ein komplexes Projekt auf mehreren Ebenen: Auf technologischer Ebene mussten viele verschiedene Lösungen verschiedener Anbieter so aufeinander abgestimmt werden, dass sie in einem nahtlosen Ablauf zusammenarbeiten, um eine hohe Verfügbarkeit und Produktivität zu gewährleisten. Gleichzeitig mussten das Arbeitsumfeld und das Raumklima verbessert werden – ohne dabei Kompromisse bei der Versorgungssicherheit einzugehen. Schließlich müssen in allen Krankenhäusern der Region stets ausreichend Instrumente zur Verfügung stehen. Das ist die Kernaufgabe.
Mujtaba Murtaza Abdulridhat, Fachleiter und technischer Betriebsleiter bei AEMP des Rigshospitalet
Verbessertes Arbeitsumfeld
Das Projekt wurde ursprünglich unter anderem ins Leben gerufen, um das Arbeitsumfeld zu verbessern. Daher werden schwere und ungleichmäßige Hebevorgänge nun von Robotern und FTSübernommen, die die Hebe- und Transportaufgaben übernommen haben. Die Mitarbeiter können ihre Arbeitsplätze bei den Aufgaben, die weiterhin manuell ausgeführt werden, jederzeit auf die richtige Höhe einstellen.
- Roboter und FTSheben, schieben und transportieren, sodass diese Aufgaben nun automatisiert sind. Die Mitarbeiter haben keine Aufgaben mehr, die sie körperlich übermäßig belasten. Mein Eindruck ist, dass die Kollegen mit dem neuen System zufrieden sind, auch wenn es im Vorfeld Skepsis gab. Es ist ja ein klassisches Problem, dass Veränderungen Unsicherheit schaffen, aber wir hatten glücklicherweise einen guten Prozess, in dem ein großes Engagement unter den Kollegen entstanden ist und in dem alle konstruktiv mitgewirkt haben, sagt Mujtaba Murtaza Abdulridhat.
Keine Entlassungen
Den Mitarbeitern der bisherigen Sterilisationszentren der Region wurden Stellen in den beiden neuen Sterilisationszentren angeboten. Wer nicht an den neuen Arbeitsort wechseln wollte, dem wurden andere Aufgaben in seinem bisherigen Krankenhaus angeboten. Es wurde also niemand entlassen, obwohl die Arbeitsprozesse nun fast vollständig automatisiert sind und heute genauso viele Mitarbeiter beschäftigt sind wie vor der Einrichtung der neuen AEMP.
- Wir rechnen auch damit, dass Kollegen aus anderen Regionen zu uns kommen, um sich für die neuen Sterilisationszentren inspirieren zu lassen, die in den großen Krankenhäusern eingerichtet werden sollen, die derzeit in anderen Regionen entstehen. Und wir spüren auch Interesse aus dem Ausland. Wir haben ja nun eine Lösung, die es so nirgendwo anders gibt, schließt Mujtaba Murtaza Abdulridha.
FAKTEN ZUR REGIONALEN AEMP
- Die regionale AEMP die Aufgabe, chirurgische Instrumente zu desinfizieren und zu sterilisieren, die in den Krankenhäusern der Region Hauptstadt verwendet werden.
- Die Zentrale soll sterilisierte chirurgische Instrumente an 30 Operationssäle, 200 Ambulanzen, Entbindungsstationen und Notaufnahmen in den Krankenhäusern der Region (mit Ausnahme des Bornholmer Krankenhauses) liefern.
- Die Zentrale wird als erste weltweit viele manuelle Prozesse durch Robotertechnik ersetzen, um ein ergonomisch optimiertes Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter zu schaffen, die bisher viele schwere Lasten heben mussten.
- Die Zentrale soll bis zu 1.000 Operationen pro Tag bewältigen.
- Bis zu 46.000 verschiedene Instrumententypen laufen über die Zentrale.
- Die Zentrale besteht aus zwei Standorten – im Herlev Hospital und im Rigshospitalet Blegdamsvej –, sodass eine Redundanz und damit die Sicherheit bei der Sterilisation von Instrumenten für die Krankenhäuser der Region gewährleistet ist.
- Jedes Gebäude ist etwa 13.000 m² groß.
- Arbeitsplatz für etwa 200 Sterilisationsassistenten, 20 Fachtechniker und 10 IT-Supportmitarbeiter.
- Ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr in Betrieb.
- Die regionale AEMP eine Gesamtinvestition in Höhe von 1.097,9 Millionen Kronen (2020).

