Jenny ist Automatisierungstechnikerin – und gehörlos: In diesem Beruf ist Platz für alle

14. Januar 2026

Gibotech

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Jenny Stensby ist Automatisierungstechnikerin bei Gibotech, wo sie Teil eines Teams ist, das an Krankenhausprojekten arbeitet. Unter anderem ist sie am Bau von zwei vollautomatischen Sterilisationszentralen für die Region Hovedstaden beteiligt.

Es war eine stolze Jenny Stensby, die den Preis 2018 entgegennahm.

Im Jahr 2018 gewann sie den ML-Preis, den Lehrlingspreis der Metallindustrie, der an frischgebackene Gesellen verliehen wird, die eine Berufsausbildung in der Metallindustrie abgeschlossen haben.

Jenny Stensby hofft, dass der Preis und die Anerkennung dazu beitragen werden, zu zeigen, dass mehr Arbeitgeber ohne Bedenken Frauen einstellen können – auch gehörlose. Außerdem hebt sie Frauen als wertvolle Ressource hervor, die hart arbeiten und über die nötige Konzentration verfügen.

Dass ich den ML-Preis erhalten habe, kann dazu beitragen, deutlich zu machen, dass weibliche und/oder gehörlose Mitarbeiterinnen genauso kompetent sind wie ihre hörenden männlichen Kollegen. Wenn man in diesem Berufsfeld nur von Männern hört, liest oder schreibt, kann man den Eindruck gewinnen, dass Frauen oder gehörlose Menschen nicht dasselbe leisten können. Wenn wir in den Medien stärker präsent sind, wird deutlich, dass in diesen Berufen Platz für alle ist.

Jenny Stensby, Automatisierungstechnikerin bei Gibotech

‍Hatmehrere Abschlüsse

Jenny war nicht immer Automatisierungstechnikerin. Tatsächlich hat sie einen Bachelor-Abschluss in digitaler Multimedia-Produktion und zusätzlich ein Jahr 3D-Design studiert. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie als 3D-Künstlerin und Webentwicklerin, bevor sie sich von der gewöhnlichen Büroarbeit verabschiedete.

Angesichts der Tatsache, dass sie sich nun für ein männerdominiertes Fachgebiet entschieden hat, hat Jenny keine Zweifel:

- Ich habe mir darüber keine Gedanken gemacht. Ich habe nur meine eigenen Interessen verfolgt. Ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, ob es in der Branche, für die ich mich entschieden habe, zu viele Männer oder, was das betrifft, zu wenige Frauen gab, sagt Jenny.

Und wie sieht der Alltag als Gehörloser am Arbeitsplatz eigentlich aus?

- Ich habe die Möglichkeit, jeden Tag für einige Stunden einen Gebärdensprachdolmetscher bei der Arbeit in Anspruch zu nehmen. Der Dolmetscher dolmetscht alles, von Besprechungen bis hin zu Telefongesprächen. Es ist mir wichtig zu betonen, dass meinem Arbeitgeber durch meinen Hörverlust keine zusätzlichen Kosten entstehen. Das Arbeitsamt übernimmt alle Dolmetschkosten. Es liegt in meiner eigenen Verantwortung, zu planen, wann der Dolmetscher kommen soll. Ich habe zum Beispiel während der Mittagspausen einen Dolmetscher, damit ich an den geselligen Gesprächen teilnehmen kann. Den Rest der Zeit kommuniziere ich selbst mit meinen Kollegen durch Lippenlesen und Körpersprache. Wenn es schwierig wird, schreiben wir per Telefon, Computer oder auf Papier. Oft brauche ich nur Stichworte, um die Botschaft oder die Aufgabe zu verstehen, erzählt Jenny.