Der Roboter sorgt für weniger Unterbrechungen im Arbeitsablauf
14. Januar 2026
Krankenhäuser & Gesundheitswesen
Sie können sich jederzeit gerne an uns wenden
Wir stehen Ihnen jederzeit mit qualifizierter Beratung und Unterstützung zur Seite.
Im Krankenhaus Sønderjylland in Aabenraa sorgt nun ein mobiler Roboter für den Transport von Blutproben von einem Laborbereich zum anderen, worüber sich die Mitarbeiter freuen.

Es ist eigentlich nicht so, dass der Weg von der biochemischen Abteilung, wo die Blutproben per Rohrpost eintreffen, zum Blutgruppenlabor besonders weit wäre. Doch bei 30–50 Proben täglich, die jeweils 1–2 Stück auf einmal transportiert werden, summieren sich schnell viele Wege zwischen der biochemischen Abteilung und dem Blutgruppenlabor. Wege, die früher von den Mitarbeitern zurückgelegt wurden, die dadurch in den Aufgaben, mit denen sie gerade beschäftigt waren, unterbrochen wurden.
Das ist jetzt vorbei. Denn nun übernimmt ein mobiler Roboter die Fahrten zwischen der biochemischen Abteilung und dem Blutgruppenlabor.
Eine Erleichterung im Alltag
Es ist eine Erleichterung im Arbeitsalltag, dass wir nun nicht mehr ständig ins Blutgruppenlabor gehen müssen. Es mag zwar sein, dass der Weg nicht besonders weit ist und dass Blutproben nicht schwer sind, aber jedes Mal, wenn wir den Weg zurücklegen mussten, wurden wir ja von unserer aktuellen Arbeit unterbrochen. Jetzt müssen wir die Proben nur noch auf den Roboter legen und einen Knopf drücken. So können wir viel schneller zu unseren Aufgaben zurückkehren, und das minimiert das Fehlerrisiko.
Tina Jessen, klinische Biologin am Krankenhaus Sønderjylland
Die Lösung mit dem mobilen Roboter wurde von Gibotech A/S aus Odense entwickelt und installiert, einem Unternehmen, das über umfangreiche Erfahrung mit Automatisierungslösungen speziell für Krankenhäuser verfügt.
- Es war wichtig, eine Lösung zu entwickeln, die für das Personal sowohl einfach zu implementieren als auch zu bedienen ist. Das Ziel war ja gerade, dass sie keine Zeit für den Transport der Blutproben aufwenden müssen. Deshalb haben wir eine Lösung entwickelt, bei der sie nur einen einzigen Knopf drücken müssen, und schon fährt der Roboter selbstständig zum Bestimmungsort, erklärt Thomas Skovgaard, Business Unit Manager, Hospital Solutions bei Gibotech, auf der Web
Konkret funktioniert die Lösung so, dass ein Mitarbeiter die Blutproben in eine Schale auf dem Roboter legt und anschließend das Ziel auswählt. Es sind verschiedene Ziele programmiert, sodass man einfach auswählt, wohin die Blutproben transportiert werden sollen. Anschließend macht sich der Roboter auf den Weg, und unterwegs öffnen sich die Türen automatisch, sodass er nicht anhalten und warten muss.
Der mobile Roboter ist ein Omron , der Hindernisse, die auf seinem Weg auftreten können, mühelos umfahren kann. Es ist also kein Problem, wenn jemand einen Wagen oder eine Kiste im Flur stehen gelassen hat. Der Roboter scannt einfach seine Umgebung und fährt um das Hindernis herum.
Im Blutgruppenlabor entnimmt ein Mitarbeiter die Blutproben und schickt den Roboter mit einem einzigen Klick sofort wieder zurück. Der Roboter fährt selbstständig zurück in die biochemische Abteilung und steht so jederzeit für den nächsten Einsatz bereit.
Wenn dem Roboter der Strom ausgeht, findet er selbstständig den Weg zur Ladestation. Die Mitarbeiter haben zudem die Möglichkeit, den Roboter zum Aufladen zu schicken, wenn sie beispielsweise wissen, dass er für einige Stunden nicht benötigt wird.

