Roboter sind zu teuer – oder etwa nicht?
14. Januar 2026
Industrie und CNC
Roboter
Sie können sich jederzeit gerne an uns wenden
Wir stehen Ihnen jederzeit mit qualifizierter Beratung und Unterstützung zur Seite.
Auch wenn viele Unternehmen Roboter und Automatisierung für sich entdeckt haben, gibt es leider viele – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen –, die noch zögern. Aber warum? Einer der Gründe könnte sein, dass sie immer noch glauben, eine Investition in Roboter sei zu teuer.

Die Geschichte der Waschmaschine
Zum Vergleich: Es dauerte etwa 100 Jahre von der Erfindung der Spülmaschine bis zu ihrer breiten Verbreitung in den 1950er Jahren. Der Grund für die langsame Verbreitung lag natürlich darin, dass sie anfangs viel zu teuer und nicht besonders benutzerfreundlich war. Doch jahrzehntelange Verbesserungen führten zu einer zunehmenden Verbreitung und senkten den Preis, sodass die Maschine heute fast schon zum Allgemeingut geworden ist.
Roboter befinden sich heute in etwa dort, wo die Spülmaschine in den 1950er Jahren stand.
Schon heute kann man einen Roboter relativ günstig erwerben. Dies ist unter anderem auf die Entwicklung zurückzuführen, in deren Rahmen Roboterhersteller den Kampf gegen schwere, unflexible und teure Roboter aufgenommen und weitaus flexiblere, benutzerfreundlichere – und kostengünstigere – Alternativen entwickelt haben.
Alles ist relativ
Aber natürlich ist es nicht nur der Preis des Roboters selbst, den man berücksichtigen muss, wenn man als Unternehmen seine Produktion automatisieren möchte. Tatsächlich lässt sich der Prozess grob in drei Phasen unterteilen:
Erste Phase
Klärung und Analyse – Die Anforderungen werden konkretisiert, wobei davon ausgegangen wird, dass die Produktion bereits optimiert ist, sodass beispielsweise bekannt ist, wo sich eventuelle Engpässe befinden.
Zweite Phase
Einkauf – hier werden verschiedene Angebote eingeholt und geprüft.
Dritte Phase
Installation – Der Roboter wird installiert und in Betrieb genommen, und die Produktion läuft wieder zu 100 Prozent.
Wenn sich eine Automatisierungslösung als zu teuer erweist, liegt das wahrscheinlich eher daran, dass der Business Case von Anfang an zu schwach war. Oftmals bietet die Automatisierung ja mehr Vorteile als nur die Einsparung von Lohnkosten. Das kann alles Mögliche sein, von einer höheren Produktqualität bis hin zu einer schnelleren Lieferung. Gleichzeitig kommt es oft auch zu einer Verbesserung des Arbeitsumfelds, was wiederum zu weniger krankheitsbedingten Fehlzeiten und weniger Arbeitsunfällen führt.
Mikkel Bjerregaard, CSO bei Gibotech
Zeit ist Geld
Auch wenn Roboter mittlerweile günstiger geworden sind, kann die Implementierungszeit für viele Unternehmen nach wie vor ein Hindernis darstellen. Es fällt ihnen schlichtweg schwer, sich vorzustellen, wie sie die Zeit für die Umsetzung der Änderungen in der Produktion aufbringen sollen, da dies vorübergehende Produktionsunterbrechungen und die Schulung der Mitarbeiter erfordern würde.
Günstigere Roboter
Auch wenn Roboter mittlerweile günstiger geworden sind, kann die Implementierungszeit für viele Unternehmen nach wie vor ein Hindernis darstellen. Es fällt ihnen schlichtweg schwer, sich vorzustellen, wie sie die Zeit für die Umsetzung der Änderungen in der Produktion aufbringen sollen, da dies vorübergehende Produktionsunterbrechungen und die Schulung der Mitarbeiter erfordern würde.
Gesteigerte Produktivität
Laut einer IDA-Studie können Unternehmen ihre Produktivität jedoch um 18 Prozent steigern, wenn sie Automatisierungsmaßnahmen umsetzen, die sich bereits nach weniger als zwei Jahren amortisieren. Und wenn die Amortisationszeit auf fünf Jahre verlängert wird, lässt sich die Produktivität sogar um 24 Prozent steigern.
Der Gesamtpreis
Berücksichtigt man alle drei Phasen eines Automatisierungsprozesses, so macht der Preis des Roboters tatsächlich weniger als 50 Prozent der Gesamtkosten des Projekts aus.

