Das Upcycling von Automatisierungsanlagen sorgt für Einsparungen von bis zu 40 %
14. Januar 2026
Industrie und CNC
Roboter
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Auch in der Welt der Hausautomation kann es sich manchmal lohnen, Dinge wiederzuverwenden. Das wissen unsere Kunden, und deshalb hat BoConcept erneut in eine Hausautomationslösung investiert, die aus mehreren gebrauchten Geräten zusammengestellt wurde.

Es ist nicht immer notwendig, in brandneue Maschinen zu investieren. Man kann nämlich problemlos eine maßgeschneiderte Automatisierungsanlage erhalten, bei der entweder die gesamte Anlage oder Teile davon aus wiederverwendeten Komponenten bestehen. In diesem Fall wurde die Anlage gemeinsam mit dem Kunden zusammengestellt, der bereits über einen Brecher verfügte, der in die fertige Anlage integriert wurde. Dadurch war es gleichzeitig möglich, die gesamte Anlage von Gibotech mit dem CE-Zeichen versehen zu lassen.
Nicht nur wegen des Geldes
Das Streben nach einem teilweisen Upcycling von Hardware ist für BoConcept nichts Neues, da das Unternehmen bereits in der Vergangenheit gebrauchte Maschinen und Roboter gekauft hat. Außerdem steht dieser Ansatz in engem Zusammenhang mit den Bemühungen des Unternehmens, Initiativen umzusetzen, die Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen.
Unser übergeordnetes Ziel ist es, unsere Produkte mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Umwelt herzustellen, und wir arbeiten kontinuierlich an ökologischen Verbesserungen sowohl in der Produktion als auch in der Logistik. Daher ist es für uns auch sehr sinnvoll, eine Lösung aus gebrauchten Maschinen und Robotern zu realisieren.
Kim Sejbjerg, Werksleiter bei BoConcept
Hohe Einsparungen und lange Lebensdauer
Die Einsparungen lassen sich nicht bei Software und Programmierung erzielen, wenn man durch Upcycling neue Anlagen erstellt. Denn was Software und Programmierung angeht, sind die Kosten für neue und gebrauchte Maschinen und Roboter nahezu identisch. Dagegen lassen sich durch den Einsatz und die Integration gebrauchter Hardware in eine neue Anlage erhebliche Einsparungen erzielen. In diesem Fall hat BoConcept durch die Entscheidung für eine gebrauchte CNC-Maschine und einen gebrauchten Roboter Einsparungen von 40 % erzielt.
Man sollte also keine Scheu davor haben, beim Start eines Automatisierungsprojekts im Sinne des Upcyclings zu denken. Gibotech arbeitet ausschließlich mit international anerkannten Lieferanten zusammen, um eine lange Lebensdauer der Maschinen und Roboter zu gewährleisten. Tatsächlich sind viele der Anlagen, die das Unternehmen Anfang der 80er Jahre installiert hat, noch immer in Betrieb. Als zusätzliche Sicherheit – unabhängig davon, ob die Anlage aus neuen oder gebrauchten Robotern und Maschinen besteht – sollte man immer in Erwägung ziehen, einen Wartungsvertrag für die Anlage abzuschließen. Regelmäßige Wartungskontrollen und Instandhaltungsmaßnahmen können an die Produktion angepasst werden und minimieren das Risiko von Ausfallzeiten.
- Die erste Anlage, die wir von Gibotech gekauft haben, stammt bereits aus dem Jahr 1987 und läuft immer noch einwandfrei. Damals haben wir in brandneue CMS-CNC-Maschinen investiert, und es gab keinerlei Probleme. Deshalb haben wir auch diesmal keine Bedenken, auf Upcycling umzusteigen, denn wir wissen, dass die Anlagen viele Jahre lang laufen können. Und natürlich schließen wir einen Wartungsvertrag mit Gibotech ab, damit wir durch regelmäßige Wartungschecks und Instandhaltung auch unsere neue Anlage noch viele Jahre lang am Laufen halten können, sagt Poul Brændgaard, Projektkoordinator bei BoConcept A/S.
Zerkleinerung, CNC und automatisierte Maschinenbedienung
Neben dem Brecher des Kunden umfasst die Anlage eine komplett überholte CNC-Maschine aus dem Jahr 2001 und einen gebrauchten Fanuc M410iB-Roboter aus dem Jahr 2008.
Bei der gebrauchten CNC-Maschine handelt es sich um eine CMS PF102, die unter anderem mit einer komplett neuen OSAI-Steuerung, einschließlich neuer Kabel, Achsplatinen und Servomotoren, überholt wurde. Darüber hinaus erhielt die Maschine einen neuen PC und ein neues Bedienfeld. Im Rahmen des Umbaus erhielt der Roboter einen neuen Greifer, der die Werkstücke sicher und fest halten kann, sodass sich das Werkstück nicht verschiebt, wenn es vom Roboter grob gefräst wird.
Die gesamte Anlage ist als Lösung mit automatischer Maschinenbedienung konzipiert, bei der der Roboter die Werkstücke zunächst auf einer Frässpindel, die über dem Brecher montiert ist, grob fräst. Durch das Vorfräsen der Werkstücke vor dem Einlegen in die Maschine wird verhindert, dass große Späne in die CNC-Maschine gelangen, sodass nur Späne anfallen, die abgesaugt werden können. Auf diese Weise werden auch unnötige Stillstände zur Entfernung von Spänen vermieden.
Zum Gesamtkomplex gehört auch ein gebrauchter Laserprojektor, der Bilder der Werkstücke oder der Vakuumsauger auf die CNC-Maschine projiziert, damit der Bediener die Vakuumsauger schnell und korrekt positionieren und so die Rüstzeit verkürzen kann. Nach der Bearbeitung entnimmt der Roboter die Werkstücke aus der CNC-Maschine und legt sie auf eine Rollenbahn, die die fertigen und gestapelten Werkstücke aus der Anlage transportiert. Die CNC-Maschine verfügt über zwei Tische, sodass natürlich im Wechselbetrieb gearbeitet wird.
- Es macht immer Spaß, wenn Kunden uns dazu herausfordern, neue Wege zu gehen. Wir verkaufen ja meistens neue Maschinen, aber es war eine Freude, gemeinsam mit BoConcept eine Gesamtlösung auf Basis von Upcycling zu entwickeln und ihnen dabei zu helfen, in ihrer Produktion umweltbewusst zu handeln, schließt Henrik Thomsen, Produktmanager CNC bei Gibotech.

